Infektionskrankheiten der äußeren Nase: Ursachen, Klinik, Diagnostik und Therapie

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Zu den infektiösen Läsionen der äußeren Nase zählen Hauterkrankungen der äußeren Nase, deren ätiologischer Faktor eine bakterielle Infektion ist, die sich unter günstigen Bedingungen entwickelt. Das betroffene Gebiet umfasst die Haut, Haarfollikel, subkutanes Fettgewebe; die Schleimhaut bleibt dabei intakt.

Äußere Nase
Äußere Nase

Klassifikation

Nasenfurunkel:

  • Stadium der Infiltration;
  • Stadium der Abszessbildung.
3D-Animation – Nasenfurunkel, Abszedierungsstadium

Sonstige Erkrankungen:

  • Sikose des Nasenvorhofs;
  • Nasenekzem;
  • erysipel der Nase.

Ätiologie

Bei den oben genannten Krankheiten spielen bakterielle Erreger eine führende Rolle: Staphylokokken (S. aureus, S. epidermidis, S. saprophyticus) und Streptokokken (β-hämolytische Gruppe A). Eine Infektion entwickelt sich in Gegenwart mehrerer Faktoren, wie Hautverletzungen (Abschürfungen, Risse, Mazera-tionen) und einer verminderten allgemeinen Reaktivität des Körpers. Bei Stoffwechselstörungen (zusammen mit Diabetes mellitus) und Immuninsuffizienz ist ein extrem ungünstiger Verlauf zu beobachten.

Ein Nasenekzem entsteht bei Kombination mehrerer Auslösefaktoren:

  • Mazera-tion der Haut durch pathologisches Sekret (bei chronischer Infektion der Nasen- oder Nasennebenhöhlen);
  • Kontaktallergie;
  • Begleitende extraorganische Pathologie (Diabetes mellitus, atopische Dermatitis, Nahrungsmittelallergie, Schild-drüsenerkrankungen).

Anatomie der Herpangina

Ein Nasenfurunkel ist eine eitrig-nekrotische Läsion des Haarfollikels, der Talgdrüse und der umgebenden Gewebe (subkutanes Fettgewebe, Haut). Im pathologischen Prozess sind Nasenspitze, Nasenflügel oder Nasenvorhof sowie der Bereich der Ober-lippe beteiligt. Es ist zu beachten, dass der Prozess immer auf die Haut beschränkt bleibt und niemals auf die Schleimhaut der Nasenhöhle übergreift (aufgrund des Fehlens von Haar-follikeln).

Furunkel (Stadium der Infiltration)
Nasenfurunkel (Stadium der Infiltration) – 3D-Modell

Bei der Läsion von mehreren Haarfollikeln, die sich in einem Bereich befinden, spricht man von einem Karbunkel.

Ein Furunkel zeigt eine Stufenfolge des Prozesses: Stadium der Infiltration, Stadium der Abszessbildung und Stadium der Heilung. Im ersten Stadium tritt eine lokale Infiltration, Verdich-tung und Hyperämie der Haut am Entzündungsort auf. Im Zentrum der Entzündung befindet sich der Haarstamm., Nach einigen Tagen geht der Pro-zess ins zweite Stadium über: Es bildet sich eitriger Inhalt mit Ge-webeauflösung und Fluktuation, der in seltenen Fällen spontan aufbrechen kann.

Furunkel des Nasenvorhofs (Stadium der Abszessbildung)
Furunkel des Nasenvorhofs (Stadium der Abszessbildung) – 3D-Modell

Bei der Abheilung wird der Läsionsbereich mit Bindegewebe gefüllt. Bei schwerem Verlauf können sich ernste Komplikationen wie Sinus-cavernosus-Thrombose, Hirnabszess und Sepsis entwickeln, die tödlich sein können. Die Grundlage der Pathogenese bildet eine Infizierung entlang des Venenabflusses vom Nasenvorhof über die Vena angularis und Vena ophthalmica zum Sinus cavernosus mit anschließender Herausbildung eines Thrombus.

Eine Sikose des Nasenvorhofs (Follikulitis) zeichnet sich durch die ausschließliche Affektion von Haarfollikeln (häufig Gruppe) im Bereich des Nasenvorhofs oder an der Oberlippe aus; die unter liegenden Gewebe bleiben intakt. Auf der hyperämisierten und infiltri-erten Haut im Haarbereich bilden sich mit Eiter gefüllte Pusteln, die sich nach 2–3 Tagen öffnen und verkrusten.

Ein Nasenekzem stellt eine Läsion der Epidermis dar und charakterisiert sich durch die Stufigkeit des Prozesses. Auf der hyperämisierten Haut entstehen Papeln und Vesikel, die sich nach einigen Tagen öffnen und serösen Inhalt abgeben. Nach 1 bis 2 Tagen verkrustet der Be-schä-digungsbereich, die Krusten und Schuppen lösen sich, in manchen Fällen bleibt eine Depigmentierungszone.

Erysipel der Nase (lat. erysipelas) ist eine infektiöse Entzündung der Haut und des subkutanen Fettgewebes unter Beteiligung der nahegelegenen Lymphgefäße und Lymphknoten. Die Haut wird stark hyperämisch, ödematös, heiß; die Grenzen der Läsion sind klar erkennbar. In einigen Fällen bilden sich auf der Hautoberfläche seröse oder serös-hämorrhagische Blasen. Die angrenzenden Lymphknoten vergrößern sich.

Klinische Erscheinungsformen

Bei einem Nasenfurunkel im Stadium der Infiltration ist eine ausgeprägte Schmerzempfindlichkeit am En-tzündungs-ort zu verzeichnen (nach 1–2 Tagen wird der Schmerz pulsierend und nimmt zu). Die Haut ist hyperämisch, die umgebenden Gewebe sind ödematös. Es können Zeichen der allgemeinen Intoxikation auftreten: Schwäche, Kopfschmerzen, Fieber bis zu febrilen Werten, Vergrößerung der regionalen Lymphknoten. Nach 2–3 Tagen, wenn der Prozess in das Stadium der Abszessbildung übergeht, bemerkt der Patient eine erhebliche Erleichterung des allgemeinen Zu-stands: Die Schmerzemp-findlichkeit nimmt ab. Wie bereits erwähnt, kann der eitrige Stachel aufbrechen und sich selbstständig lösen; in diesem Fall tritt ein reichliches eitriges oder eitrig-hämorrhagisches Sekret aus der Be-schädigungszone aus, während die Anzeichen der allgemeinen Intoxikation verschwinden. Die Abheilung erfolgt unter der Bildung einer kleinen Narbe.

Bei Komplikationen wie einer Sinus-cavernosus-Thrombose kann das klinische Bild variieren. Die Symptome der allgemeinen Intoxikation nehmen stets zu. Patienten berichten über starke pulsierende Kopf- und Augenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Sehverlust; Krämpfe oder Bewusstseinsverlust sind möglich. Lokale Manifestationen erstrecken sich auf den Bereich der Augenhöhle, begleitet von Exophthalmus, Chemosis und Ptose auf der betroffenen Seite.

Die Sikose des Nasenvorhofs ist durch Juckreiz und ein Brennen an der Läsionsstelle gekennzeichnet; ein Spannungsgefühl der Haut mit leichter Schmerzemp-findlichkeit ist möglich. Die Haut ist leicht hyperämisiert, es treten spärliche punktuelle Exsudate auf. Später bilden sich um die Haarfollikel Krusten, die häufig gekratzt werden, was zur Chronifizierung des Prozesses mit Perioden der Verschlimmerung und Remission beiträgt. In seltenen Fällen verschlimmert sich die allgemeine Intoxikation des Körpers: Die Tempera-tur steigt auf 38–38,5 °C, es treten Schwäche und eine Vergrößerung der regionalen Lymphknoten auf.

Ein Nasenekzem hat häufig einen chronischen Verlauf. Während der Verschlimmer-ung treten starker Juckreiz und ausgeprägte Schmerzempfindlichkeit im Be-schä-digungsbereich auf. Beim Öffnen der Vesikel wird die Haut feucht und dann von juckenden Krusten bedeckt. Die Haut verdickt sich und das Hautmuster wird ausgeprägter. Der Juckreiz stört die Patienten so sehr, dass es in einigen Fällen zu Schlaf-losigkeit kommen kann.

Ein Erysipel der Nase manifestiert sich durch Rötung und Schwellung der Haut. Der Be-schä-digungsbereich hat klare Grenzen (Demarkationslinie), bei Berührung ist scharfe Schmerzempfindlichkeit zu verzeichnen, die Haut fühlt sich heiß an. In einigen Fällen hat die Läsion die Form eines „Schmetterlings“ mit Einbeziehung der Haut der Nase und der Wangenregion beiderseits. Bei Vorhandensein von serösen oder serös-hämorrhagischen Blasen öffnen sich diese selbstständig und bilden eine feuch-te Oberfläche, die sich dann verkrustet. Für das Erysipel sind akute Intoxikationserscheinungen mit Temperatur bis zu 39–40 °C, Schüt-telfrost, ausgeprägte Schwäche, Kopf-schmerzen und möglicherweise auch Erbrechen besonders charakteristisch. Am 7–10. Tag wird der Prozess bei angemessener Behandlung abgespalten. In einigen Fällen kann die Entzündung durch eine Sinus-cavernosus-Thrombose und Sepsis kompliziert werden.

Diagnostik

Zur Diagnose-stellung wird der betroffene Bereich klinisch untersucht. Es wird eine Bewertung von Laborwerten durchgeführt, wie z. B. ein vollständiges Blutbild (Veränderungen in der Anzahl der Leukozyten, Differentialblutbild), biochemische Blutuntersuchung (CRP, Glukosespiegel). Es wird eine Bakterienkultur der Wundsekrete und des Gewebes zur Bestimmung des Erregers und zur Resistenzermittlung durchgeführt. Bei Komplikationen werden CT und MRT durchgeführt. Zusätzlich können eine Blutkultur auf Sterilität und eine Lumbalpunktion durchgeführt werden. In einigen Fällen werden Allergietests durchgeführt, um die Ursache des Nasenekzems zu bestimmen.

Behandlung der Infektionskrankheiten der äußeren Nase

Bei mildem Verlauf der Erkrankungen (Furunkel und Sikose) überwiegt die lokale Behandlung. Es werden Salben mit NSAR und Antibiotika verordnet, antiseptische Behandlung der Herde wird für 5–7 Tage durchgeführt, bis die Symptome verschwinden. Ein guter Effekt wird durch physikalische Therapie, insbesondere UV-Bestrahlung, erzielt.

Bei Fortschreiten des Prozesses (Übergang in das Stadium der Abszessbildung) ist eine chirurgische Behandlung angezeigt — Eröffnung und Sanierung des eitrigen Herdes an der Stelle der größten Vorwölbung mit Einsetzung einer Drainage und Anlegen eines aseptischen Verbandes. In der Folge werden regelmäßige Verbandswechsel bis zur vollständigen Heilung durchgeführt.

In einigen Fällen, nach Ermessen des Arztes (bei fehlender Wirkung der lokalen Behandlung, schwerer allgemeiner Intoxikation, chronischem Verlauf) werden antibakterielle Medikamente für 5–7 Tage unter Berücksichtigung der Resistenz oral verordnet.

In der Genesungsphase werden wundheilungsfördernde Salben verwendet.

Bei Vorliegen von Komplikationen ist eine Notfallhospitalisierung angezeigt.

Die Grundlage der Behandlung des Ekzems bildet die lokale Therapie. In der akuten Phase werden Salben mit Glukokortikosteroiden verwendet; bei Infektion der Haut kommen Kombinationen mit Antibiotika hinzu. Die Haut wird regelmäßig mit aseptischen Lösungen versorgt. Zur Linderung von Juckreiz und Hautkratzen werden Antihistaminika oral, in einigen Fällen auch Beruhigungsmittel verordnet. In der Abheilungsphase (Bildung von Krusten und Schuppen) werden Wundheilungssalben und Feuchtigkeitsmittel aufgetragen. In der Remissionsphase muss die Haut reichlich und regelmäßig befeuchtet werden, um Rückfälle zu verhindern. Es ist zu beachten, dass Ekzem eine polyetiologische Erkrankung ist und die erfolgreiche Heilung der Hauterscheinungen die Behandlung begleitender chronischer Erkrankungen erfordert.

Zur Behandlung des Erysipels wird Antibiotikatherapie (Mittel der Wahl – Penicilline, Anpassung nach dem Ergebnis der Bakterienkultur) oral oder parenteral, abhängig vom Schweregrad, verabreicht, da die Krankheit zu Rezidiven neigt und eine Reihe gravierender Komplikationen mit sich bringt. Lokal erfolgt antiseptische Versorgung des betroffenen Bereichs, physikalische Therapie unter Anwendung von UV-Strahlung.

FAQ

1. Was ist ein Nasenfurunkel und warum ist es gefährlich?

Nasenfurunkel ist eine eitrig-nekrotische Entzündung des Haarfollikels und der umgebenden Gewebe. Die Gefahr besteht in der Ausbreitung der Infektion auf die Hirnvenen, was zu einer Sinus-cavernosus-Thrombose, einem Hirnabszess oder Sepsis führen kann.

2. Worin besteht der Unterschied zwischen einem Furunkel und dem Sycosis vestibuli nasi?

Ein Furunkel ist eine einzelne eitrige Entzündung, während Sycosis eine chronische Erkrankung der Haarfollikel ist, die häufig in Gruppen auftritt und durch Krustenbildung und Rezidivneigung gekennzeichnet ist.

3. Wie erkennt man ein Nasenekzem?

Das Nasenekzem manifestiert sich durch Hautrötung, Papeln und Vesikeln, Juckreiz, Nässen und Schuppung. Es verläuft oft chronisch und ist von Exazerbationen begleitet.

4. Was ist Erysipel der Nase?

Erysipel (Erysipelas) ist eine akute infektiöse Hautentzündung mit Ödem, Rötung und Temperaturanstieg. Die Läsion hat klare Grenzen und kann von allgemeinen Vergiftungssymptomen begleitet werden.

5. Wie wird die Diagnose von Infektionen der äußeren Nase durchgeführt?

Die Diagnostik umfasst die klinische Untersuchung, allgemeine und biochemische Blutuntersuchungen, Bakterienkulturen und bei Komplikationen CT, MRT und Blutkulturen auf Sterilität.

Quellenverweise

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Verfügbar unter: https://catalog.voka.io/

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