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Händehygiene

Auch bekannt als: Händedesinfektion

Händehygiene (aus dem Griechischen hygieinos – gesund) ist eine Reihe von Präventivmaßnahmen zum mechanischen Entfernen oder chemischen Zerstören von Mikroorganismen auf der Haut der Hände.

In der modernen Medizin gilt dies als die einfachste, effektivste und wirtschaftlich gerechtfertigte Methode, um die Übertragungswege von Infektionskrankheiten zu unterbrechen.

Ätiologie und Pathophysiologie

Die Mikroflora der menschlichen Haut lässt sich in zwei Typen einteilen:

  • Residentenflora (permanente Flora) – lebt in den tieferen Schichten der Epidermis und verursacht gewöhnlich keine Krankheiten;
  • Transiente Flora (vorübergehende Flora) – besteht hauptsächlich aus Bakterien und Viren, die durch Kontakt mit kontaminierten Oberflächen oder biologischen Flüssigkeiten eines infizierten Patienten auf die Hände gelangen (sie ist die Ursache für die meisten Infektionen).

Beim Händewaschen mit Seife kommt es zur Emulgierung der Fettschicht der Haut, in der sich die Mikroben festsetzen, die dann mit Wasser abgespült werden. Alkoholbasierte Hautantiseptika wirken anders: Sie verursachen eine sofortige Denaturierung (Faltung) von Proteinen und Zerstörung der Lipidhüllen von Virionen und Bakterien.

Für den vollständigen Absterben der Krankheitserreger ist die strikte Einhaltung der Einwirkzeit (Zeit, die das Mittel auf der Haut verbleiben muss) erforderlich:

  • Antiseptikum – bis zum vollständigen natürlichen Trocknen;
  • Händewaschen mit Seife – mindestens 15–20 Sekunden.

Klinische Signifikanz

In stationären Einrichtungen ist Händehygiene der Grundpfeiler der Infektionskontrolle. Sie verhindert die Entwicklung von nosokomialen (krankenhausbedingten) Infektionen, die häufig durch multiresistente Bakterien verursacht werden.

Im Alltag ist die Händehygiene entscheidend für die Vorbeugung von Atemwegs- und Darminfektionen. Da viele Viren (z. B. Norovirus, Rotavirus) über längere Zeit auf verschiedenen Oberflächen (z. B. Türklinken) lebensfähig bleiben können, unterbricht regelmäßige Händedesinfektion den Kontaktweg der Übertragung und verringert das Risiko einer Erkrankung.

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