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Der Hauptpathogenese-Treiber ist ein absoluter oder relativer Hyperöstrogenismus (langanhaltender Einfluss von Östrogenen) im Zusammenhang mit einem Progesteronmangel. Östrogene stimulieren die mitotische Aktivität der Zellen. In Abwesenheit von Progesteron, welches normalerweise die Zellteilung stoppt und die sekretorische Transformation einleitet, wächst das Endometrium unkontrolliert weiter. Gemäß der WHO-Klassifikation (2014) gibt es zwei grundlegend unterschiedliche Formen:
Klinisch äußert sich die Erkrankung durch anomale uterine Blutungen: Keine oder lange Perioden (Menorrhagien) oder azyklische Zwischenblutungen (Metrorrhagien). Häufig in Verbindung mit Adipositas (Fettgewebe synthetisiert Östrogene), polyzystischem Ovarialsyndrom (Anovulation) und der Einnahme von Tamoxifen. Die Diagnose wird nur histologisch (nach Pipelle-Biopsie oder Kürettage) gestellt. Die atypische Form erfordert eine radikale Behandlung (oft Hysterektomie), insbesondere in der Perimenopause.
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