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Zwischenwirt

Auch bekannt als: Sekundärer Wirt

Zwischenwirt (vom lat. intermedius – in der Mitte liegend) ist ein Organismus, in dem ein Parasit eine oder mehrere larvale Entwicklungsstadien durchläuft und sich asexuell vermehrt.

Dieser Lebenszyklusabschnitt ist für das Pathogen notwendig, um zu reifen, in Anzahl zuzunehmen und später auf den Endwirt übertragen zu werden.

Ätiologie und Pathophysiologie

Der Zwischenwirt infiziert sich in der Regel durch das Verschlucken von Parasiteneiern (z.B. Helminthen) aus der Umwelt (zusammen mit Pflanzen oder Wasser).

Im Magen-Darm-Trakt angekommen, wirft das Ei die Schale ab und eine Larve schlüpft heraus. Durch die Darmwand dringt sie in verschiedenen Organen und Geweben (Muskeln, Leber oder Lunge) ein und verkapselt sich dort (wird von einer Kapsel umhüllt).

Klinische Signifikanz

Wenn der Mensch als gelegentlicher Zwischenwirt fungiert (wie bei Trichinellose oder Toxokarose), ist er ein toter Endpunkt in der Verbreitung der Krankheit. Larven werden nicht aus dem Menschen ausgeschieden, sondern sterben im Laufe der Zeit in seinen Geweben ab.

Das Verständnis der Rolle von Zwischenwirten ist die Grundlage für sanitäre und epidemiologische Maßnahmen. Veterinär- und hygienische Kontrollen zielen darauf ab, die Übertragung von Pathogenen vom Zwischenwirt (z.B. Schwein, Schaf) auf den Endwirt (z.B. Mensch) zu unterbrechen.

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