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Subduralraum

Auch bekannt als: Potentieller Spaltraum

Das Spatium subdurale (vom lat. sub- — unter und dura — harte Hülle) ist ein potenziell schlitzartiger anatomischer Raum in der Schädelhöhle. Es befindet sich zwischen der inneren Oberfläche der Dura mater und der äußeren Oberfläche der Arachnoidea.

Ätiologie und Pathophysiologie

In einem gesunden Organismus existiert dieser Raum tatsächlich nicht. Beide Häute sind absolut glatt und eng aneinander gepresst. Zwischen ihnen befindet sich nur ein hauchdünner Kapillarfilm, der ein Reiben der Häute bei Gehirnpulsationen verhindert.

Zwischen diesen Membranen gibt es keine starren bindegewebigen Brücken. Daher kann bei einem traumatischen Gefäßriss das austretende Blut (oder Flüssigkeit) sie leicht auseinanderdrücken. Die pathologische Masse wirkt wie ein hydraulischer Keil, der die Häute voneinander trennt und eine ausgedehnte Tasche bildet.

Klinische Signifikanz

In diesem geschichteten Raum bilden sich gefährliche traumatische Pathologien: subdurale Hämatome (Ansammlung von venösem Blut) und subdurale Hygrome (Ansammlung von ausgetretener Hirnflüssigkeit).

Ein wichtiges klinisches Merkmal dieses Raumes besteht in seiner Kontinuität. Daher erfolgt keine lokal begrenzte Blutansammlung, sondern es verteilt sich als dünne Schicht in Form eines Halbmondes über die hemisphärische Oberfläche. Dies führt zu einer ausgedehnten und schweren Kompression der gesamten Gehirnrinde.

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