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Plazentaschranke

Auch bekannt als: Plazentarschranke

Die Plazentaschranke (aus dem Griechischen plakus – Fladen) ist eine Barriere zwischen dem Blut der Schwangeren und des Fetus in der Plazenta, die eine selektive Permeabilität in zwei Richtungen aufweist.

Sie fungiert als Filter, der die Ernährung und Atmung des sich entwickelnden Organismus gewährleistet und gleichzeitig vor den meisten Mikroorganismen schützt.

Ätiologie und Pathophysiologie

Die morphologische Basis der Barriere bilden die Chorionzottengewebe des Fetus, die mit dem mütterlichen Blut in Kontakt kommen.

Die Permeabilität der Barriere ändert sich während der Schwangerschaft und nimmt im dritten Trimenon erheblich zu.

Die Barriere besitzt eine einzigartige immunologische Selektivität. Zum Beispiel passieren mütterliche Antikörper der Klasse IgG aktiv, wodurch dem Neugeborenen passive Immunität verliehen wird. Jedoch passieren größere Antikörper der Klasse IgM sie nicht.

Klinische Signifikanz

Der Zustand der Plazentaschranke bestimmt das Risiko einer intrauterinen Infektion. In der medizinischen Praxis hat dies in mehreren Aspekten eine Schlüsselbedeutung:

  • Achtung auf TORCH-Infektionen – die Erreger dieser Krankheiten können die Plazentenschutzschranke überwinden und schwere Fehlbildungen verursachen;
  • Bewertung der Arzneimittelsicherheit – beim Verschreiben von Medikamenten für Schwangere ist die Fähigkeit des Moleküls, die Plazentaschranke zu passieren, ein entscheidender Faktor;
  • Errichtung eines „Arzneimittelschildes“ – Die Therapie bestimmter Infektionen bei Schwangeren zielt darauf ab, die Konzentration des Präparats beizubehalten, das den Übergang der Mikroben zum Fetus verhindert.

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