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Submuköser Knoten

Auch bekannt als: Submuköses Leiomyom

Submuköser Knoten (lat. sub — unter, mucosa — Schleimhaut) ist eine klinisch-anatomische Variante des Uterusleiomyoms, bei der die Bildung zentripetal (in Richtung der Gebärmutterhöhle) wächst und deren Architektur verformt.

Ätiologie und Pathophysiologie

Nach moderner FIGO-Klassifikation (PALM-COEIN) werden submuköser Knoten je nach ihrem Verhältnis zum Myometrium in drei Typen unterteilt:

  • Typ 0: Der Knoten befindet sich vollständig in der Gebärmutterhöhle (gestielt) und dringt nicht in das Myometrium ein.
  • Typ 1: Weniger als 50% des Volumens des Knotens sind in die Gebärmutterwand eingebettet.
  • Typ 2: Mehr als 50% des Volumens des Knotens befinden sich intramural (in der Muskelstärke). Der Knoten verursacht eine Dehnung der Gebärmutterhöhle, eine Vergrößerung der Desquamationsfläche und lokale Ischämie/Ulzerationen des sie bedeckenden Endometriums.

Klinische Signifikanz

Die submuköse Lokalisation ist die klinisch aggressivste. Selbst Knoten kleinen Durchmessers (1–2 cm) verursachen profuse Menorrhagien mit Blutgerinnseln, die zu schwerer, therapieresistenter Anämie führen. Krampfartige Schmerzen sind charakteristisch (‚geborener myomatöser Knoten‘).

Darüber hinaus wirken submuköse Knoten wie ein intrauterines Verhütungsmittel: Sie verursachen chronische Entzündungen und verhindern mechanisch die Implantation, was eine absolute Ursache für uterine Unfruchtbarkeit darstellt. Behandlung — Hysteroskopische Resektion (Entfernung durch die Vagina).

Erwähnt in

Uterusmyom (Leiomyom der Gebärmutter): Ätiologie, Klassifikation, Diagnostik und Therapie
Juli 15, 2025 · 17 min lesen
Golubova D. Golubova D. · Juli 15, 2025 · 17 min lesen
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