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Endwirt

Auch bekannt als: Hauptwirt

Endwirt (oder definitiv, vom lat. definitivus — bestimmt, konstant) ist ein Schlüsselbegriff in der Parasitologie. Es bezeichnet einen Organismus (Mensch oder Wirbeltier), in dem ein Parasit (Helminth oder Protozoon) die Geschlechtsreife erreicht und sich sexuell vermehrt.

Ätiologie und Pathophysiologie

Nach der Aufnahme in den Organismus des Endwirtes entwickelt sich der Parasit gemäß der Stadien seines Lebenszyklus, die das Reifen, die Entwicklung adulter Stadien und die Eiablage einschließen.

Täglich kann ein Parasit Hunderttausende von Eiern in das Darmlumen abgeben, die mit dem Stuhl in die Umgebung gelangen und den Lebenszyklus aufrechterhalten.

Klinische Signifikanz

Ob der Mensch Endwirt oder Zwischenwirt ist, bestimmt die diagnostischen Ansätze für Krankheiten.

Zum Beispiel fungiert der Mensch beim Schweinebandwurm als Endwirt: Der erwachsene Bandwurm lebt im Darmlumen. Die Krankheit verläuft relativ gutartig und verursacht:

  • Dyspepsie;
  • Gewichtsverlust;
  • Bauchbeschwerden.

Die Diagnostik besteht im Suchen nach Eiern oder Segmenten des Helminthen im Stuhl.

Bei Echinokokkose jedoch sind die Caniden (Hunde, Wölfe) die Endwirte. Der Mensch fungiert als zufälliger Zwischenwirt. In diesem Fall bleiben die Larven des Parasiten nicht im Darm, sondern durchdringen dessen Wand und verteilen sich mit dem Blutfluss in die Leber, Lungen oder das Gehirn, wo sie typische Zysten bilden. Der Mensch scheidet in diesem Fall keine Parasiteneier aus, daher ist die Stuhlanalyse zur Diagnostik nutzlos.

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