Spezialitäten
AnästhesiologieAngiologieDermatologieEndokrinologieGastroenterologieGeburtshilfeGynäkologieHals-Nasen-Ohren-HeilkundeHämatologieHepatologieHistologieInfektionskrankheitenKardiologieNeurologieOnkologieOphthalmologieOrthopädiePädiatriePhysiologiePneumologieTraumatologieUrologieZahnmedizinTetraplegie (vom griechischen tetra — vier und plegia — Lähmung, Schlag) ist ein schwerwiegender neurologischer Zustand, der durch den vollständigen Verlust der willkürlichen Bewegungen und aller Arten von Empfindungen in beiden Armen, beiden Beinen und dem Rumpf gekennzeichnet ist.
Diese Pathologie ist eine direkte Folge einer katastrophalen Schädigung des Rückenmarks auf Höhe der Halswirbelsäule.
Ein kritischer Substrat der Verletzung ist die Querverletzung oder tiefe Ischämie des Rückenmarks von den Segmenten des ersten Halswirbels (C1) bis zum ersten Brustwirbel (T1). Diese Schädigung tritt meist bei komplizierten Brüchen der Halswirbel infolge von Verkehrsunfällen, Stürzen aus der Höhe oder unvorsichtigem Tauchen ins flache Wasser auf.
Der Mechanismus der Entwicklung einer totalen Lähmung steht im Zusammenhang mit der vollständigen anatomischen Unterbrechung absteigender motorischer Bahnen (Kortikospinaltrakte), durch die Befehle von der Großhirnrinde zu den Skelettmuskeln weitergeleitet werden. Gleichzeitig werden alle aufsteigenden sensorischen Bahnen unterbrochen, die Signale vom Körper zum Gehirn übertragen.
Tetraplegie stellt eine der am stärksten behinderten Verletzungen in der Medizin dar. Der klinische Schweregrad des Zustands eines Patienten hängt vom genauen Niveau der Rückenmarksschädigung ab. Eine Verletzung oberhalb des vierten Halswirbels (C4) führt zur Lähmung des Nervus phrenicus, wodurch eigenständiges Atmen unmöglich und lebenslange künstliche Beatmung erforderlich wird.
Neben der vollständigen Immobilisierung der Extremitäten leiden Patienten an einer tiefen Dysfunktion des vegetativen Nervensystems. Dies äußert sich in Form eines mangelnden Kontrollebens über das Urinieren und die Defäkation, Störungen der Thermoregulation und lebensbedrohlichen Episoden der autonomen Dysreflexie (unkontrollierte Blutdruckspitzen).
Link erfolgreich in die Zwischenablage kopiert
Ich danke Ihnen!
Ihre Nachricht wird gesendet!
Unsere Experten werden sich in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen. Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte unter info@voka.io