Spezialitäten
AnästhesiologieAngiologieDermatologieEndokrinologieGastroenterologieGeburtshilfeGynäkologieHals-Nasen-Ohren-HeilkundeHämatologieHepatologieHistologieInfektionskrankheitenKardiologieNeurologieOnkologieOphthalmologieOrthopädiePädiatriePhysiologiePneumologieTraumatologieUrologieZahnmedizinEin Endometriom ist eine spezifische zystische Formation des Eierstocks, die ein Ausdruck der äußeren genitalen Endometriose ist (überwiegend im Stadium III–IV der Ausbreitung), dessen Höhle mit dickem hämorrhagischem Inhalt gefüllt ist.
Die moderne Theorie der Pathogenese nimmt an, dass es zur Invagination (Einstülpung) der oberflächlichen kortikalen Endometrioseherde in das Ovargewebe kommt. Das Epithel, das die Wand der Zyste auskleidet, ist histologisch identisch mit der Gebärmutterschleimhaut: Es besitzt Hormonrezeptoren und menstruiert innerhalb des geschlossenen Raumes. Das sich ansammelnde Blut hat keinen Ausgang, es unterliegt einer Hämolyse und Verdickung. Hämoglobin transformiert sich in Hämosiderin und verleiht dem Inhalt das charakteristische Aussehen von „flüssiger Schokolade“ oder Teer.
Endometriome haben einen ausgeprägten negativen Einfluss auf das reproduktive Potenzial: Sie üben mechanisch Druck auf das gesunde Ovargewebe aus, was zu Ischämie und Fibrose führt. Zudem beschädigt der toxische Zysteninhalt (freies Eisen, Zytokine) die Oozyten in benachbarten Follikeln (Reduzierung des ovariellen Reservats und AMH-Spiegels). Der Bruch der Zyste führt zu chemischer Peritonitis und starken Schmerzen.
Der Goldstandard der Behandlung ist die laparoskopische Zystektomie (Ausschälung der Kapsel), welche präzise durchgeführt werden muss, um den Follikelapparat zu erhalten.
Erwähnt in
Link erfolgreich in die Zwischenablage kopiert
Ich danke Ihnen!
Ihre Nachricht wird gesendet!
Unsere Experten werden sich in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen. Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte unter info@voka.io