Das Endometrium (von griechisch endon – innen, metra – Gebärmutter) ist die hochdifferenzierte, hormonempfindliche innere Schleimhaut des Gebärmutterkörpers.
Dieses Gewebe hat ein einzigartiges biologisches Potenzial für zyklische Proliferation, sekretorische Transformation und vollständige Abschuppung (Abstoßung) mit anschließender narbenloser Regeneration.
Die histologische Struktur des Endometriums ist ein komplexes System, das aus einem einschichtigen zylindrischen Epithel (Deck- und Drüsenepithel), einem an zellulären Elementen reichen Stroma und einem spezialisierten Gefäßnetz besteht. Funktionell und morphologisch werden zwei Schichten unterschieden:
Die Gebärmutterschleimhaut ist ein Schlüsselgewebe des Fortpflanzungssystems. Seine Empfänglichkeit (Fähigkeit zur Aufnahme der Blastozyste) gilt als Hauptursache für das Scheitern der Implantation bei IVF und idiopathischer Unfruchtbarkeit. Chronische Endometritis (einschließlich tuberkulöser Ätiologie) verursacht Stromafibrose, Gefäßsklerose und Drüsenatrophie („dünnes Endometrium“). Ein Ungleichgewicht der Steroidhormone (absoluter oder relativer Hyperöstrogenismus) ist ein Auslöser für hyperplastische Prozesse, Polypen und Adenokarzinome des Endometriums.
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