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Die Dysmenorrhoe (von griechisch dys – Störung, men – Monat, rhoia – Fluss) ist eine häufige gynäkologische Erkrankung, die sich durch ein intensives Schmerzsyndrom im Unterbauch äußert, das zyklisch am Vorabend oder während der Menstruation auftritt.
Sie ist häufig mit metabolisch-endokrinen und psychovegetativen Störungen verbunden.
Die primäre (funktionelle) Dysmenorrhoe ist nicht mit anatomischen Veränderungen der Beckenorgane verbunden. Ihr Mechanismus ist auf eine gestörte Synthese und einen gestörten Metabolismus von Eicosanoiden im Endometrium zurückzuführen: Die Hyperproduktion von Prostaglandinen F2α und E2 sowie Leukotrienen führt zu starken, spastischen und unharmonischen Kontraktionen des Myometriums.
Der intrauterine Druck kann 400 mmHg überschreiten, was höher ist als der Perfusionsdruck in den Uterusarterien. Dies führt zu einer vorübergehenden Ischämie des Myometriums, zur Akkumulation von Metaboliten der anaeroben Glykolyse und zur Reizung der schmerzhaften Nervenenden („Uterusangina“).
Die sekundäre (organische) Dysmenorrhoe wird durch pathologische Prozesse verursacht, die den Blutabfluss behindern oder das Peritoneum reizen.
Die sekundäre Dysmenorrhoe, die nicht ab dem Zeitpunkt der Menarche, sondern erst später im Leben auftritt, neigt zum Fortschreiten und zur Resistenz gegenüber NSAIDs. Sie ist ein klinisches Kardinalsymptom der Endometriose des äußeren Genitals und der Adenomyose sowie hyperplastischer Prozesse des Endometriums. Die Art des Schmerzes kann einen Hinweis auf die Lokalisation des Prozesses geben: Eine Bestrahlung des Rektums oder des Steißbeins deutet häufig auf eine Beteiligung des Retrozervikalraums und der Sakrozervikalbänder hin.
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