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Diaskopie

Auch bekannt als: Vitropression

Die Diaskopie (von griechisch dia – durch und skopeo – schauen) ist eine einfache, aber wichtige Diagnosemethode in der Dermatologie, die darin besteht, mit einem durchsichtigen Gegenstand (Objektträger, Glasspatel oder durchsichtiges Lineal) auf das Ausschlagselement zu drücken.

Das Verfahren ermöglicht eine Entblutung der Haut an der Druckstelle durch Verdrängung des Blutes aus den Gefäßen des Mikrozirkulationsbettes.

Klinische Bedeutung

Die Methode wird zur Differentialdiagnose von Flecken verwendet:

  • Vaskuläre (entzündliche) Flecken: Wenn Druck ausgeübt wird, werden sie blass oder verschwinden, da Blut aus den erweiterten Gefäßen austritt. Wenn der Druck beendet wird, kehrt die Farbe zurück.
  • Hämorrhagische Flecken (Petechien, Purpura): Ändern ihre Farbe nicht, wenn sie gedrückt werden, da sich die roten Blutkörperchen außerhalb des Gefäßbettes (gesättigtes Gewebe) befinden und nicht „herausgedrückt“ werden können.

Die Diaskopie wird auch bei der Diagnose des tuberkulösen Lupus erythematodes eingesetzt (Apfelgelee-Symptom – die Knötchen färben sich bei Druck gelblich-braun).

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