Das Battle-Zeichen ist ein klassisches klinisches Zeichen, das auf eine Schädelbasisfraktur hinweist. Charakteristisch ist hierbei das Auftreten von Blutergüssen (Hämatomen) im retroaurikulären Bereich oberhalb des Mastoidbereichs des Schläfenbeins.
Dieses Symptom tritt nicht unmittelbar nach der Verletzung auf, sondern entwickelt sich innerhalb von 24–48 Stunden. Diese Verzögerung resultiert daraus, dass Blut aus der Bruchstelle im Schädel langsam unter die Haut im Bereich hinter dem Ohr austritt.
Das Battle-Zeichen tritt als Folge einer Fraktur der Schläfenbeinpyramide, die Teil der Schädelbasis ist, auf. Bei dieser Art von Fraktur reißen kleine Blutgefäße und Blut aus der hinteren Schädelgrube gelangt in die Zellen des Mastoidbereichs und anschließend unter die Haut.
Das Auftreten des Battle-Zeichens ist ein wichtiger diagnostischer Marker für eine schwere traumatische Gehirnverletzung. Wenn es bei der visuellen Untersuchung eines Patienten mit einem Schädeltrauma festgestellt wird, ist eine sofortige und gründliche Untersuchung erforderlich.
Das Vorhandensein dieses Zeichens ist sehr spezifisch für eine Schädelbasisfraktur und erfordert eine Computertomographie (CT) des Gehirns und der Schädelknochen zur Bestätigung der Diagnose. Es ist häufig mit anderen Anzeichen verbunden, wie etwa dem „Spectacle Sign“ (periorbitales Hämatom) und dem Austreten von Zerebrospinalflüssigkeit aus dem Ohr oder der Nase.
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