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Septumplastik

Auch bekannt als: Nasenseptumplastik, Nasenscheidewandkorrektur

Septumplastik (von lat. septum „Trennwand“ und altgriechisch πλαστική „Korrektur“) ist ein chirurgischer Eingriff, dessen Ziel die Korrektur einer Septumdeviation der Nase ist. Dieser Eingriff gehört zur funktionellen Chirurgie, da sein Hauptziel die Wiederherstellung oder Verbesserung der Nasenatmung ist und nicht die Veränderung der äußeren Form der Nase.

Die Operation besteht in der Resektion, Reposition und/oder Remodellierung der Deviationen im knöchernen und im knorpeligen Anteil des Nasenseptums. Die Septumplastik ist einer der häufigsten HNO-Eingriffe.

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Die Hauptindikation ist eine Septumdeviation, die erhebliche klinische Symptome verursacht und die Lebensqualität des Patienten beeinträchtigt.

Die wichtigsten klinischen Anzeigen sind:

  • Anhaltende erschwerte Nasenatmung: die häufigste Ursache. Die Beschwerden beinhalten ständig verstopfte Nase ein- oder beiderseits, die nicht mit einer Erkältung oder Allergie zusammenhängt.
  • Chronische Rhinosinusitis: die Verkrümmung kann die natürlichen Ausführungsgänge der Nasennebenhöhlen verlegen, wodurch deren Belüftung und Drainage beeinträchtigt wird und chronische Entzündungen entstehen.
  • Rezidivierende Epistaxis: die Blutung geht häufig von einer verdünnten Schleimhaut auf der gewölbten Seite der gekrümmten Nasenscheidewand aus.
  • Schnarchen und obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS): eine ausgeprägte Beeinträchtigung der Nasenatmung kann die Entwicklung dieser Krankheitsbilder wesentlich begünstigen.
  • Schaffung eines chirurgischen Zugangs: die Korrektur der Septumdeviation ist häufig ein notwendiger Vorbereitungseingriff für weitere endonasale Operationen (in den Nasennebenhöhlen oder an der Hypophyse).

Verfahrenstechnik

Die Septumplastik wird endonasal durchgeführt, d. h. alle Schnitte erfolgen innerhalb der Nasenhöhle, sodass keine äußeren Narben entstehen. Die Operation kann sowohl unter örtlicher Betäubung als auch unter Vollnarkose erfolgen. Heutzutage wird jedoch die Vollnarkose bevorzugt.

Das Hauptprinzip des Eingriffs ist die submuköse Resektion der Nasenscheidewand. Der Chirurg schneidet die Schleimhaut ein und löst sie (zusammen mit der Knorpelhaut und der Knochenhaut) vom knörpeligen und knöchernen Gewebe ab. Anschließend werden die gekrümmten Knorpel- und Knochenfragmente entfernt, in gerade Stellung mittelliniengerecht bzw. in die richtige Position gebracht. Das Ziel ist es, eine gerade Nasenscheidewand zu schaffen und dabei das Knochen-Knorpel-Gerüst für die äußere Nase zu erhalten.

Postoperativ können spezielle Nasenschienen (Silikon-Splints) aufgebracht oder eine Nasentamponade durchgeführt werden, um die Scheidewand in ihrer neuen Position zu fixieren und Hämatome zu verhindern.

Unterschied zur Rhinoplastik

Die Septumplastik ist von der Rhinoplastik abzugrenzen. Bei der Septumplastik handelt es sich um einen funktionellen Eingriff an den inneren Strukturen der Nase zur Verbesserung der Atmung, der das äußere Erscheinungsbild nicht verändert. Im Gegensatz dazu ist die Rhinoplastik ein ästhetischer (oder rekonstruktiver) Eingriff, der die Form der äußeren Nase durch Manipulationen an den Knochen und Knorpeln der Nasenpyramide verändert. Liegt beim Patienten gleichzeitig eine Atemstörung aufgrund einer Nasenscheidewandverkrümmung und der Wunsch nach einer Korrektur der Nasenform vor, können diese beiden Eingriffe gleichzeitig durchgeführt werden. Eine solche kombinierte Operation wird als Septorhinoplastik bezeichnet.

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