Lactobacillus spp. ist eine Gattung Gram-positiver, nicht sporenbildender, fakultativ anaerober oder mikroaerophiler Bakterien. Sie sind die obligate Dominante (95-98 % der gesamten Bakterienmasse) der vaginalen Mikrobiota einer gesunden Frau im reproduktiven Alter.
Die häufigsten Arten im vaginalen Biotop sind L. crispatus, L. jensenii, L. gasseri und L. iners. Ihre physiologische Rolle besteht darin, durch drei Mechanismen eine Resistenz gegen die Kolonisierung zu schaffen:
Ein verminderter Titer von Laktobazillen (weniger als 10⁶ KBE/ml) oder der Ersatz von H₂O₂-produzierenden Stämmen durch inaktive Stämme ist ein wichtiges Bindeglied in der Pathogenese der bakteriellen Vaginose, der aeroben Vaginitis und der Candidose. Bei der postmenopausalen atrophischen Vaginitis führt der Östrogenmangel zur Einstellung der Epithelreifung und zum Verschwinden des Glykogens. Dies entzieht den Laktobazillen das Nährsubstrat, führt zu ihrer Eliminierung, zur Alkalisierung des Milieus und zur Entwicklung einer Dysbiose.
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