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Granulationsgewebe

Auch bekannt als: Körnungen

Granulationsgewebe (lateinisch: granulum) ist ein junges Bindegewebe, das reich an Blutgefäßen und Zellen des Immunsystems ist. In der Zahnmedizin ist die Bildung dieses Gewebes die universelle Reaktion des Körpers auf chronische Entzündungen an der Wurzelspitze des Zahns.

Ätiologie und Pathophysiologie

Wenn die Infektion ständig aus dem Wurzelkanal kommt, wird das Knochengewebe des Kiefers zerstört und durch Granulationsgewebe ersetzt. Dieses Gewebe hat eine Schutzfunktion: Über die Blutgefäße werden Zellen des Immunsystems an den Ort der Infektion transportiert, um Mikroorganismen zu bekämpfen. Mit der Zeit kann das Granulationsgewebe an Volumen zunehmen, was zur Bildung eines Granuloms führt.

Klinische Bedeutung

Auf dem Röntgenbild erscheint das Granulationsgewebe als verdunkelter Bereich (dunkler Fleck). Nach erfolgreicher endodontischer Behandlung und Beseitigung des Biofilms in den Wurzelkanälen wandelt sich das Granulationsgewebe allmählich in vollständiges Knochengewebe um, was ein Zeichen der Heilung ist.

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