{"id":7652,"date":"2026-05-04T16:12:02","date_gmt":"2026-05-04T13:12:02","guid":{"rendered":"https:\/\/wiki.voka.io\/diseases\/uncategorized\/odontogene-sinusitis\/"},"modified":"2026-08-20T14:27:59","modified_gmt":"2026-08-20T11:27:59","slug":"odontogene-sinusitis","status":"publish","type":"diseases_post","link":"https:\/\/wiki.voka.io\/de\/krankheit\/hals-nasen-ohren-heilkunde\/odontogene-sinusitis\/","title":{"rendered":"Odontogene Sinusitis: Klassifizierung, \u00c4tiologie, Symptome, Diagnostik und Therapie"},"content":{"rendered":"<p><?xml encoding=\"UTF-8\" ?><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die odontogene (dentogene) Sinusitis (von griech. <em>odontos<\/em> f\u00fcr \u201eZahn\u201c und <em>gennao<\/em> f\u00fcr \u201eerzeuge\u201c) ist eine Entz\u00fcndung der Kieferh\u00f6hle, die durch <a href=\"https:\/\/wiki.voka.io\/de\/krankheit\/zahnmedizin\/akute-apikale-parodontitis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">eine apikale Parodontitis<\/a> der Oberkieferz\u00e4hne verursacht wird, meist mit bakterieller \u00c4tiologie. Dieses Krankheitsbild unterscheidet sich hinsichtlich ihrer Pathogenese und Behandlung von der rhinogenen Sinusitis. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es liegt an der Schnittstelle zwischen HNO-Heilkunde und Zahnmedizin und wird von Fach\u00e4rzten oft \u00fcbersehen. Jeder Fall einer einseitigen Sinusitis der Oberkieferh\u00f6hle muss als potenziell odontogen betrachtet werden, solange das Gegenteil nicht bewiesen ist. <\/p>\n<h2 id=\"klassifikation-der-odontogenen-sinusitis\" class=\"wp-block-heading\">Klassifikation der odontogenen Sinusitis<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt keine einheitliche Einteilung der odontogenen Sinusitis. In diesem Artikel wird die folgende Klassifikation vorgeschlagen. <\/p>\n<h3 id=\"nach-aetiopathogenese\" class=\"wp-block-heading\">Nach \u00c4tiopathogenese <\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Abh\u00e4ngigkeit von der Ursache und dem Entwicklungsmechanismus werden folgende Formen der odontogenen Sinusitis unterschieden:<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Infekti\u00f6se odontogene Sinusitis<\/strong>: <\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>pulp\u00e4r<\/li>\n<li>parodontal<\/li>\n<li>endo-parodontal<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Iatrogene odontogene Sinusitis<\/strong>: <\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>nach Zahnextraktion<\/li>\n<li>nach Implantation<\/li>\n<li>nach Sinuslift<\/li>\n<li>nach endodontischer Behandlung<\/li>\n<li>nach orthognather Chirurgie <\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Im Zusammenhang mit Fehlbildungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich<\/strong>:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zahnektopie<\/li>\n<li>Abszess einer Follikelzyste<\/li>\n<\/ul>\n<h3 id=\"nach-zeitlichem-verlauf\" class=\"wp-block-heading\">Nach zeitlichem Verlauf<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Dauer und Charakter des Entz\u00fcndungsprozesses:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Akute odontogene Sinusitis (bis zu 4 Wochen)<\/li>\n<li>Subakute odontogene Sinusitis (4 bis 12 Wochen)<\/li>\n<li>Chronische odontogene Sinusitis (ab 12 Wochen)<\/li>\n<\/ul>\n<h3 id=\"nach-lokalisation\" class=\"wp-block-heading\">Nach Lokalisation <\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Ausbreitung der Entz\u00fcndung:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Isolierte Sinusitis maxillaris<\/li>\n<li>Disseminierte Sinusitis (mit Ausbreitung auf andere Nasennebenh\u00f6hlen).<\/li>\n<\/ul>\n<h3 id=\"nach-morphologischen-veraenderungen\" class=\"wp-block-heading\">Nach morphologischen Ver\u00e4nderungen<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Charakter der pathologischen Ver\u00e4nderungen der Schleimhaut:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>katarrhalische Sinusitis<\/li>\n<li>eitrige (purulente) Sinusitis<\/li>\n<li>polyp\u00f6se Sinusitis <\/li>\n<li>hyperplastische Sinusitis<\/li>\n<\/ul>\n<h3 id=\"nach-vorliegen-einer-verbindung-zur-mundhoehle\" class=\"wp-block-heading\">Nach Vorliegen einer Verbindung zur Mundh\u00f6hle<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Abh\u00e4ngigkeit vom Vorliegen oder Fehlen einer Verbindung zwischen der Kieferh\u00f6hle und der Mundh\u00f6hle:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sinusitis mit Mund-Antrum-Verbindung (offene Form)<\/li>\n<li>Sinusitis ohne Mund-Antrum-Verbindung (geschlossene Form)<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"epidemiologie\" class=\"wp-block-heading\">Epidemiologie<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Daten aus \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Quellen erreicht die H\u00e4ufigkeit der odontogenen Sinusitis 45\u201375\u00a0% aller F\u00e4lle einer einseitigen Verschattung der Kieferh\u00f6hle. M\u00e4nner stellen die Mehrheit der Erkrankten dar \u2013 etwa 65\u00a0%; nach anderen Studien sind M\u00e4nner und Frauen gleicherma\u00dfen h\u00e4ufig betroffen. Das Durchschnittsalter der Patienten mit dieser Form der Sinusitis liegt bei 45\u201350\u00a0Jahren.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter den odontogenen Sinusitiden tritt die bakterielle purulente Sinusitis mit 85\u00a0% am h\u00e4ufigsten auf. Ein einseitiger Befall wird in 85\u00a0% der F\u00e4lle verzeichnet. Parodontitis als Ursache f\u00fcr eine Sinusitis wird in 60\u00a0% der F\u00e4lle beschrieben, Zahnimplantate in 20\u00a0% und Zahnextraktionen in 19\u00a0%. Die ersten (39\u00a0%) und zweiten (38\u00a0%) Molaren sind signifikant h\u00e4ufiger die kausalen Z\u00e4hne bei der Entwicklung dieser Sinusitisfiorm, gefolgt von dritten (ca. 16\u00a0%) und zweiten Pr\u00e4molaren (8\u201321\u00a0%).<\/p>\n<h2 id=\"aetiologie\" class=\"wp-block-heading\">\u00c4tiologie<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den Hauptursachen f\u00fcr odontogene Sinusitiden geh\u00f6ren infekti\u00f6se Prozesse des Oberkiefers, Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen in der Mundh\u00f6hle (iatrogene \u00c4tiologie) und Fehlbildungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Infektionskrankheiten, die eine odontogene Sinusitis verursachen k\u00f6nnen: <\/strong><\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>apikale Parodontitis<\/li>\n<li>Periapikaler Abszess, u.\u00a0a. mit einer Fistelgang\u00f6ffnung in die Kieferh\u00f6hle<\/li>\n<li>Vereiterung periapikaler Zysten<\/li>\n<li>parodontalerkrankungen <\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Komplikationen endodontischer Eingriffe<\/strong>:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>H\u00e4matom infolge einer Gef\u00e4\u00dfverletzung im periapikalen Bereich<\/li>\n<li>Extrusion von Debris<\/li>\n<li>Migration von Fragmenten endodontischer Instrumente oder von F\u00fcllungsmaterial \u00fcber das Wurzelloch hinaus<\/li>\n<li>Extrusion von Sp\u00fcll\u00f6sungen (Natriumhypochlorit) in den Bereich der Kieferh\u00f6hle<\/li>\n<li>Toxische Wirkung von Zinkoxid-Eugenol-Zement<\/li>\n<li>Perforation von Zahnwurzeln, die an den Kieferh\u00f6hlenboden angrenzen oder in das Lumen der Kieferh\u00f6hle ragen<\/li>\n<li>Durchf\u00fchrung eines Sinuslifts<\/li>\n<li>Dentale Implantation<\/li>\n<li>Zahnextraktion<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Odontogene Sinusitiden im Zusammenhang mit Fehlbildungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich kommen bei einer Zahnektopie oder Abszess einer Follikelzyste vor. Ektopie betrifft am h\u00e4ufigsten die dritten Molaren (Weisheitsz\u00e4hne) oder Eckz\u00e4hne sowie \u00fcberz\u00e4hlige Z\u00e4hne.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wichtiger Faktor bei der Entstehung der Erkrankung ist die N\u00e4he des infekti\u00f6sen Prozesses zur Kieferh\u00f6hle und die Ausd\u00fcnnung des Alveolarfortsatzes. Das Risiko f\u00fcr die odontogene Sinusitis steigt bei einer Ausd\u00fcnnung des Alveolarfortsatzes auf 3\u20134\u00a0mm und einer gleichzeitigen Oberkieferinfektion.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter den Erregern, die diese Form der Sinusitis verursachen, \u00fcberwiegen obligate und fakultative Anaerobier, die im Mikrobiom der Mundh\u00f6hle vorkommen. Folgende Erreger sind beschrieben: <em>Fusobacterium spp., Prevotella spp., Peptostreptococcus spp., <\/em><em>Porphyromonas spp., <\/em><em>Staphylococcus (S. aureus), Streptococcus (Str. intermedius, Str. constellatus, Str. anginosus, alfa<\/em><em>-hemolytic Str.), Kl. pneumoniae, E. coli, Pr. mirabilis, <\/em><em>Ps. aeruginosa.<\/em><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei chronischen Formen, insbesondere im Zusammenhang mit iatrogenen Ursachen, wurde in den Sinus eine Pilzflora nachgewiesen. Am h\u00e4ufigsten finden sich Pilze der Gattung<em> Aspergillus<\/em> (80\u201390\u00a0%), <em>Actinomyces<\/em>, <em>Candida, Mucor.<\/em><\/p>\n<h2 id=\"pathogenese-der-odontogenen-sinusitis-maxillaris\" class=\"wp-block-heading\">Pathogenese der odontogenen Sinusitis maxillaris<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pathogenese unterscheidet sich je nach \u00e4tiologischem Faktor geringf\u00fcgig.<\/p>\n<h3 id=\"infektioeser-mechanismus\" class=\"wp-block-heading\">Infekti\u00f6ser Mechanismus <\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Vorliegen eines periapikalen bakteriellen Herdes im Oberkiefer, meist im Bereich des 1. und 2. Molaren, provoziert eine Knochendestruktion des Alveolarfortsatzes, welcher gleichzeitig den Boden der Kieferh\u00f6hle bildet. Bei einer Ausd\u00fcnnung des Knochens auf kritische Werte (3\u20134\u00a0mm) oder bei dessen Perforation dringt die anaerobe Mikroflora in die Kieferh\u00f6hle ein. Die Schleimhaut der Kieferh\u00f6hle (Schneider-Membran) schwillt an der Kontaktstelle mit den Erregern an, sodass die mukozili\u00e4re Clearance gest\u00f6rt wird. Im Sinus sammelt sich schleimiges und anschlie\u00dfend eitriges Sekret an. Bei Vorliegen rhinogener Besonderheiten in der Anatomie der Nasenh\u00f6hle (Schwellung der Nasenmuscheln, Nasenseptumdeviation) in Kombination mit der odontogenen Schwellung kann das Ostium naturale blockiert werden. All dies f\u00fchrt zur Fl\u00fcssigkeitsansammlung und zur fortschreitenden Entz\u00fcndung im Sinus. Im weiteren Verlauf kann sich der Prozess chronifizieren, wobei sich die Schleimhaut verdickt und es zur Entwicklung einer hyperplastischen oder polyp\u00f6sen Sinusitis kommt.<\/p>\n<h3 id=\"mechanismus-bei-iatrogener-aetiologie\" class=\"wp-block-heading\">Mechanismus bei iatrogener \u00c4tiologie<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entstehung einer odontogenen Sinusitis bei komplizierten chirurgischen Oberkiefereingriffen ist durch eine prim\u00e4r gest\u00f6rte Integrit\u00e4t der Knochen-Schleimhaut-Barriere zwischen dem Oberkiefer und der Kieferh\u00f6hle gekennzeichnet. Bei Zahnextraktionen, Setzen eines Zahnimplantats oder Sinuslift wird das Knochengewebe besch\u00e4digt, und es entsteht ein sichtbarer oder mikroskopisch kleiner Riss in der Schleimhaut der Nasennebenh\u00f6hle (Schneider-Membran). Es bildet sich eine Mund-Antrum-Verbindung bzw. Fistel.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00e4matome w\u00e4hrend endodontischer Eingriffe entstehen durch eine Verletzung der Oberkiefergef\u00e4\u00dfe und das Austreten von Blut unter die Schleimhaut (Schneider-Membran) oder direkt in die Kieferh\u00f6hle (H\u00e4matosinus). Dies h\u00e4ngt damit zusammen, dass die Zahnwurzeln des Oberkiefers, insbesondere die der Pr\u00e4molaren und Molaren, oft nur durch eine d\u00fcnne Knochenlamelle vom Kieferh\u00f6hlenboden getrennt sind; manchmal fehlt der Knochen v\u00f6llig, sodass die Wurzel direkt an der Schleimhaut der H\u00f6hle anliegt. Ein Blutgerinnsel bildet einen g\u00fcnstigen N\u00e4hrboden f\u00fcr anaerobe Mikroorganismen, die aus den infizierten Wurzelkan\u00e4len eindringen. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anschlie\u00dfend gelangt, wie bei einer infekti\u00f6sen Sinusitis, Mikroflora aus der Mundh\u00f6hle in die Kieferh\u00f6hle, was zur Entstehung eines \u00d6dems, zur Ansammlung von Exsudat und zur anschlie\u00dfenden Blockade der Verbindung f\u00fchrt. Bei diesem Krankheitsverlauf k\u00f6nnen auch Zahnwurzelfragmente, Knochensplitter, Teile von chirurgischen Instrumenten oder F\u00fcllmaterial in den Sinus gelangen. Liegt ein Fremdk\u00f6rper in der Kieferh\u00f6hle vor, vereitert das Exsudat schnell. Zudem bietet dies ein ideales Milieu f\u00fcr die Ansiedlung einer Pilzflora, was zu einer chronischen Sinusitis, Polypenneubildung oder der Entstehung eines Myzetoms f\u00fchrt. <\/p>\n<h3 id=\"mechanismus-bei-fehlbildungen\" class=\"wp-block-heading\">Mechanismus bei Fehlbildungen<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pathogenese der odontogenen Sinusitis bei Zahnektopien und Follikelzysten ist durch den chronischem Druck und eine fortschreitende Resorption der Knochenwand bedingt, welche diese Strukturen von der Kieferh\u00f6hle trennt. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahnektopie stellt eine Entwicklungs- und Lageanomalie dar, bei der sich der Zahnkeim au\u00dferhalb des Zahnbogens bildet und durchbricht. Dabei bildet der in Richtung des Sinus durchbrechende Zahn einen Kanal im Knochengewebe, traumatisiert das Flimmerepithel und wird vom Organismus als Fremdk\u00f6rper wahrgenommen. Dies provoziert eine lokale Entz\u00fcndung und eine Verdickung der Schleimhaut. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liegt der ektopische Zahn hoch oder blockiert das ihn umgebende, \u00f6demat\u00f6se Gewebe das Ostium naturale, wird die mukozili\u00e4re Clearance gest\u00f6rt. Der Schleimstau schafft ein ideales anaerobes Milieu f\u00fcr die Vermehrung von Bakterien. In einigen F\u00e4llen kann um einen solchen Zahn herum eine Mikroverbindung zur Mundh\u00f6hle oder zur Zahnfleischtasche eines Nachbarzahns bestehen bleiben, was den ektopischen Zahn zu einem direkten Kanal f\u00fcr die \u00dcbertragung der Mundh\u00f6hlenmikroflora in den Sinus macht.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/storage.googleapis.com\/dev_wiki_voka_io_303011\/articles\/en\/otorhinolaryngology\/odontogenic-sinusitis\/odontogenic-sinusitis-ct-ectopic-tooth.webp\" alt=\"CT-Aufnahme einer odontogenen Sinusitis bei Zahnektopie\"><figcaption class=\"wp-element-caption\">CT-Aufnahme einer odontogenen Sinusitis bei Zahnektopie. Autoren: Topal O, Dayisoylu EH. Quelle: <em>T\u00fcrk Otorinolarengoloji Ar\u015fIvi<\/em> [<a href=\"https:\/\/www.semanticscholar.org\/paper\/Ectopic-Tooth-in-the-Maxillary-Sinus.-Topal-Dayisoylu\/813fb755d7d7da56a8547fc098f72252bbd58fd5\/figure\/0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">15<\/a>] <\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine follikul\u00e4re Zyste entsteht aus dem Zahns\u00e4ckchen um den Zahn herum. Mit zunehmender Ansammlung von Zystenfl\u00fcssigkeit beginnt sie, sich expansiv auszudehnen, \u00fcbt Druck auf das umgebende Knochengewebe aus und f\u00fchrt zu dessen Resorption. Die im Oberkiefer wachsende Zyste d\u00fcnnt allm\u00e4hlich die untere (alveol\u00e4re) Wand der Kieferh\u00f6hle aus und dringt in deren Lumen ein. In den Anfangsstadien ist der Inhalt der Zyste steril. Sie verdr\u00e4ngt die Schleimhaut des Sinus, was dessen Luftvolumen erheblich verringert; manchmal f\u00fcllt die Zyste die gesamte Kieferh\u00f6hle aus. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer Schw\u00e4chung der lokalen oder allgemeinen Immunabwehr, bei einem Trauma, einer Unterk\u00fchlung oder der Ausbreitung einer Infektion von benachbarten, kari\u00f6sen Z\u00e4hnen infiziert sich die Zystenfl\u00fcssigkeit. Wenn sich die Zyste vereitert, greift der infekti\u00f6s-entz\u00fcndliche Prozess auf die direkt angrenzende Schleimhaut der Kieferh\u00f6hle \u00fcber. H\u00e4ufig kommt es zu einer Einschmelzung der Zystenwand, woraufhin eine erhebliche Menge Eiter direkt in das Lumen der Kieferh\u00f6hle durchbricht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In beiden F\u00e4llen ist der kritische Punkt die Infektion des Zystenhalts oder des periapikalen Gewebes des ektopischen Zahns, was zum Austritt des eitrigen Inhalts in die Sinush\u00f6hle und zur Entwicklung eines anhaltenden Entz\u00fcndungsprozesses f\u00fchrt.<\/p>\n<h2 id=\"klinisches-erscheinungsbild\" class=\"wp-block-heading\">Klinisches Erscheinungsbild<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Typische Symptome einer odontogenen Sinusitis sind:<\/strong><\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Einseitiges purulentes Sekret aus dem Nasengang<\/li>\n<li>nasenverstopfung<\/li>\n<li>F\u00f6tider Geruch in der Nase oder im Mund<\/li>\n<li>Bei Vorliegen einer Mund-Antrum-Fistel \u2013 Sekretion von eitrigem Inhalt in die Mundh\u00f6hle<\/li>\n<li>Dr\u00fcckende Gesichtsschmerzen auf der betroffenen Seite<\/li>\n<li>Kopfschmerzen<\/li>\n<li>Allgemeinsymptome: Schw\u00e4che, Fieber (meist bis zu subfebrilen Werten), Schwitzen<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer akuten odontogenen Sinusitis ist die Symptomatik st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt und dauert bis zu 4 Wochen an. Bei einer subakuten Form halten die Beschwerden bis zu 12 Wochen an. Beim chronischen Verlauf ist die Klinik diffuser; h\u00e4ufiger werden eine anhaltende eitrige Rhinorrhoe sowie eine Nasenverstopfung auf der betroffenen Seite beobachtet. Die Erkrankung verl\u00e4uft wellenf\u00f6rmig mit Phasen der Verschlimmerung und Linderung; der Prozess dauert l\u00e4nger als 12 Wochen an.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beschwerden seitens der Zahn-Kiefer-Region k\u00f6nnen vorhanden sein oder fehlen. Dazu geh\u00f6ren Kauschmerzen und nagende Schmerzen im Bereich der Oberkieferz\u00e4hne, die sich beim Vorneigen des Kopfes verst\u00e4rken.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selten kann sich eine odontogene Sinusitis mit extrasinusalen Manifestationen \u00e4u\u00dfern, wie beispielsweise orbitalen oder intrakraniellen Komplikationen (periorbitaler Abszess, intrazerebraler Abszess, Meningoenzephalitis, Thrombophlebitis des Sinus cavernosus), Infektionen der Gesichtsweichteile sowie Osteomyelitis des Gesichtssch\u00e4dels.<\/p>\n<h2 id=\"diagnostik\" class=\"wp-block-heading\">Diagnostik<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zun\u00e4chst werden die Anamnese und die Beschwerden erfasst. M\u00f6glicherweise l\u00e4sst sich ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Symptome und Zahnschmerzen oder k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrten zahn\u00e4rztlichen Eingriffen am Oberkiefer feststellen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die odontogene Sinusitis ist eine interdisziplin\u00e4re Erkrankung und erfordert die Untersuchung und Behandlung durch mehrere Fach\u00e4rzte (HNO- und Zahnmedizin).<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>HNO-Untersuchung:<\/strong><\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Im Bereich des mittleren Nasengangs auf der betroffenen Seite sind eitriger Inhalt und eine Schwellung zu erkennen.<\/li>\n<li>Bei der Endoskopie zeigt sich ein \u00d6dem des Ostium naturale. <\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zahn\u00e4rztliche Untersuchung:<\/strong><\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Visuelle Beurteilung des Zustands der Oberkieferz\u00e4hne<\/li>\n<li>sondierung<\/li>\n<li>\u00dcberpr\u00fcfung der Zahnbeweglichkeit und Perkussion zur Bestimmung des kausalen Zahns<\/li>\n<li>Palpation der Weichteile <\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die endodontische Untersuchung sind der K\u00e4lteprovokationstest (Cold Test) und die Vitalit\u00e4tspr\u00fcfung mit elektrischen Reizen (Elektroodontodiagnostik) die optimalen Methoden zur Best\u00e4tigung von pulp\u00e4ren und periapikalen St\u00f6rungen. In Zweifelsf\u00e4llen ist die Vitalit\u00e4t durch Trepanation des Zahnes ohne Lokalan\u00e4sthesie (Drill Test) zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Verdacht auf eine odontogene Sinusitis wird zwingend eine Kegelstrahl-Computertomographie (CBCT) durchgef\u00fchrt, bei der der Zusammenhang zwischen dem kausalen Zahn und der Kieferh\u00f6hle dargestellt wird. Bei Verdacht auf eine Beteiligung anderer Nebenh\u00f6hlen (Stirnh\u00f6hle, Keilbeinh\u00f6hle, Siebbeinzellen) kann ein Sinus-CT erfolgen. Die hinteren Siebbeinzellen und die Keilbeinh\u00f6hle sind bei einer odontogenen Sinusitis fast nie in den Prozess involviert. Laut statistischen Daten weisen Radiologen jedoch nur \u00e4u\u00dferst selten auf einen Zusammenhang zwischen der Sinusitis und einem odontogenen Infektionsherd hin (in weniger als 25\u00a0% der F\u00e4lle).<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig ist, dass bei jeder einseitigen Sinusitis maxillaris eine odontogene Infektionsquelle vermutet werden sollte, bis das Gegenteil bewiesen ist.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Diagnosekriterien der odontogenen Sinusitis:<\/strong><\/p>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Klinik einer Sinusitis (mit bzw. ohne orale Symptome)<\/li>\n<li>Vorliegen erkrankter Z\u00e4hne im Oberkieferzahnbogen auf der betroffenen Seite, mit periapikalen L\u00e4sionen bzw. einer starken Destruktion des Alveolarknochens (bis zu \u2154 der Wurzell\u00e4nge oder mehr) laut CBCT-Befund<\/li>\n<li>Ein Fremdk\u00f6rper in der Kieferh\u00f6hle bzw. eine Mund-Antrum-Fistel auf der betroffenen Seite<\/li>\n<li>Der CT\/CBCT-Befund weist einen Fl\u00fcssigkeitsspiegel, eine Verschattung der Kieferh\u00f6hle oder eine Verdickung der Sinusschleimhaut (von mehr als 2\u00a0mm) auf, die r\u00e4umlich durch eine unilaterale L\u00e4sion in der Mundh\u00f6hle begrenzt ist, mit folgenden Zeichen:<\/li>\n<\/ol>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>4a. Unterbrechung des Kieferh\u00f6hlenbodens dazwischen<\/li>\n<li>4b. Eine d\u00fcnne Knochenschicht des Kieferh\u00f6hlenbodens dazwischen<\/li>\n<li>4c. Eine dicke Knochenschicht des Kieferh\u00f6hlenbodens dazwischen<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Evidenzgrade der Diagnose<\/strong>:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Sichere Evidenz<\/strong>: Kriterien 1, 3 bzw. 1, 2, 4\u0430 sind erf\u00fcllt<\/li>\n<li><strong>Potenzielle Evidenz<\/strong>: Kriterien 1, 2, 4b sind erf\u00fcllt<\/li>\n<li><strong>Zweifelhafte Evidenz<\/strong>: Kriterien 1, 2, 4\u0441 sind erf\u00fcllt<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"social-banner-block\">\n<div class=\"social-banner-content\">\n<p class=\"h5-title text-black\">Weitere wissenschaftlich korrekte Inhalte finden Sie in unseren sozialen Medien<\/p>\n<p><span class=\"social-banner-text text-grey\">Abonnieren Sie und verpassen Sie nicht die neuesten Ressourcen<\/span><\/p>\n<div class=\"banner-icons-wrapper\"><a class=\"social-icon-link\" href=\"\" data-link=\"https:\/\/www.facebook.com\/VOKA3DAnatomyAndPathology\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/storage.googleapis.com\/dev_wiki_voka_io_303011\/common\/Social%20Icons\/facebook.svg\" alt=\"social link\"><\/a><a class=\"social-icon-link\" href=\"\" data-link=\"https:\/\/www.instagram.com\/voka.io\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/storage.googleapis.com\/dev_wiki_voka_io_303011\/common\/Social%20Icons\/insta.svg\" alt=\"social link\"><\/a><a class=\"social-icon-link\" href=\"\" data-link=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/voka-io\/posts\/?feedView=all\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/storage.googleapis.com\/dev_wiki_voka_io_303011\/common\/Social%20Icons\/linkedin.svg\" alt=\"social link\"><\/a><a class=\"social-icon-link\" href=\"\" data-link=\"https:\/\/www.youtube.com\/@vokaio\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/storage.googleapis.com\/dev_wiki_voka_io_303011\/common\/Social%20Icons\/youtube.svg\" alt=\"social link\"><\/a><a class=\"social-icon-link\" href=\"\" data-link=\"https:\/\/www.pinterest.com\/voka3danatomyandpathology\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/storage.googleapis.com\/dev_wiki_voka_io_303011\/common\/Social%20Icons\/pinterest.svg\" alt=\"social link\"><\/a><a class=\"social-icon-link\" href=\"\" data-link=\"https:\/\/www.tiktok.com\/@voka.io\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/storage.googleapis.com\/dev_wiki_voka_io_303011\/common\/Social%20Icons\/tiktok.svg\" alt=\"social link\"><\/a><\/div>\n<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"social-banner-image\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/storage.googleapis.com\/dev_wiki_voka_io_303011\/common\/social-media-banner-mobile-image.webp\" alt=\"Banner background\"><\/div>\n<h2 id=\"behandlung-der-odontogenen-sinusitis\" class=\"wp-block-heading\">Behandlung der odontogenen Sinusitis<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die odontogene Sinusitis ist eine multidisziplin\u00e4re Erkrankung, die eine enge Zusammenarbeit zwischen der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, der Zahnmedizin und der HNO-Heilkunde erfordert. Die Schwierigkeit der Therapie besteht darin, dass gleichzeitig der Infektionsherd in der Mundh\u00f6hle und die Entz\u00fcndung in der Kieferh\u00f6hle bek\u00e4mpft werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Derzeit gibt es in der medizinischen Fachwelt kein einheitliches, universelles Protokoll, was eine individuelle Behandlungsplanung in Abh\u00e4ngigkeit von der \u00c4tiologie des Prozesses (Vorliegen eines Fremdk\u00f6rpers, einer Zyste oder einer apikalen Parodontitis) erforderlich macht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines der Grundprinzipien ist die kombinierte Behandlung der zahnmedizinischen Erkrankung und der Sinusitis.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die wichtigsten Schritte bei der Behandlung der odontogenen Sinusitis sind: <\/strong><\/p>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>medikament\u00f6se Therapie<\/li>\n<li>Sanierung des prim\u00e4ren Infektionsherdes<\/li>\n<li>Ggf. Beseitigung der Mund-Antrum-Fistel bzw. Verbindung<\/li>\n<li>Sanierung des Sinus maxillaris<\/li>\n<\/ol>\n<h3 id=\"medikamentoese-therapie\" class=\"wp-block-heading\">Medikament\u00f6se Therapie<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die medikament\u00f6se Therapie der odontogenen Sinusitis zielt darauf ab, die bakterielle Infektion zu unterdr\u00fccken, die Schleimhautschwellung zu reduzieren und den normalen Schleimabfluss wiederherzustellen. Sie dient selten als eigenst\u00e4ndige Behandlungsmethode, sondern erg\u00e4nzt meist die chirurgischen Phasen oder fungiert als tempor\u00e4re Ma\u00dfnahme zur Linderung der Symptome. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Empfohlen werden folgende Wirkstoffgruppen:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Systemische orale Antibiotika<\/strong>: Aminopenicilline, Cephalosporine der 2. und 3. Generation, Fluorchinolone, Metronidazol <\/li>\n<li><strong>Nasale Dekongestiva und Glukokortikoide, Sp\u00fclungen der Nasenh\u00f6hle<\/strong>: diese Stoffe wirken abschwellend im Bereich des Ostium naturale und erleichtern den Sekretabfluss <\/li>\n<li><strong>Entz\u00fcndungshemmer<\/strong> (Ibuprofen, Nimesulid): zur Schmerzlinderung und Reduktion entz\u00fcndlicher Reaktionen <\/li>\n<li><strong>Mukolytika<\/strong> (Acetylcystein, Phytopharmaka): sie verfl\u00fcssigen das pathologische Sekret und erleichtern dessen Abfluss \u00fcber das Ostium naturale <\/li>\n<\/ul>\n<h3 id=\"sanierung-des-primaeren-infektionsherdes\" class=\"wp-block-heading\">Sanierung des prim\u00e4ren Infektionsherdes<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Behandlung des kausalen Zahns bei der odontogenen Sinusitis h\u00e4ngt mit der Prognose zusammen. Bei einem zufriedenstellenden Zustand des Gewebes wird versucht, den Zahn durch endodontische Ma\u00dfnahmen oder eine Wurzelspitzenresektion zu erhalten Bei zweifelhafter Prognose und unkontrollierter Infektion ist jedoch eine Extraktion angezeigt, die in den meisten F\u00e4llen zum Erfolg f\u00fchrt, jedoch nicht immer eine vollst\u00e4ndige Heilung garantiert.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Fehlbildungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich wird eine chirurgische Entfernung des Herdes vorgenommen, da konservative Methoden hier unwirksam sind. Bei einer Ektopie kann die Zahnextraktion sowohl intraoral als auch endoskopisch \u00fcber die Nasenh\u00f6hle erfolgen, falls der Zahn deutlich in den Sinus verlagert ist. Bei follikul\u00e4ren, insbesondere vereiterten Zysten erfolgt Zystektomie (vollst\u00e4ndige Enukleation der Zystenh\u00fclle).<\/p>\n<h3 id=\"beseitigung-der-mund-antrum-fistel-bzw-verbindung\" class=\"wp-block-heading\">Beseitigung der Mund-Antrum-Fistel bzw. -Verbindung<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wird eine Perforation der Schneider-Membran und eine Verbindung zwischen der Mundh\u00f6hle und der Kieferh\u00f6hle festgestellt, muss ein einzeitiger (simultan mit der Sanierung des prim\u00e4ren Herdes) oder zweitiger Verschluss der Verbindung und eine Fistelplastik erfolgen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Behandlungstaktik bei Mund-Antrum-Verbindungen und Fisteln:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Spontaner Verschluss<\/strong>. Kleine oroantrale Verbindungen (Durchmesser 1\u20132\u00a0mm) ohne Anzeichen einer Epithelisierung neigen in den meisten F\u00e4llen zu einer spontanen Obliteration (Selbstverschluss).<\/li>\n<li><strong>Konservativ-abwartendes Vorgehen<\/strong>. Beim Vorliegen kleiner Verbindungen, die einen verz\u00f6gerten Verschluss zeigen, aber keinen Entz\u00fcndungsprozess in der Kieferh\u00f6hle provozieren, ist eine Verlaufskontrolle (dynamische \u00dcberwachung) indiziert. In diesen F\u00e4llen sind eine Sondierung und eine Sp\u00fclung des Defekts strikt kontraindiziert. Bei Einhaltung schonender Ma\u00dfnahmen ist ein spontaner Verschluss innerhalb von 3\u20134 Monaten zu erwarten.<\/li>\n<li><strong>Indikationen f\u00fcr eine chirurgische Behandlung:<\/strong>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Oroantrale Defekte gr\u00f6\u00dfer als 5\u00a0mm, die l\u00e4nger als drei Wochen bestehen.<\/li>\n<li>Vorliegen einer begleitenden Sinusinfektion und Fortbestehen der Verbindung \u00fcber mehr als drei Wochen, unabh\u00e4ngig vom Durchmesser des Defekts (einschlie\u00dflich weniger als 5\u00a0mm).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Risikofaktoren f\u00fcr eine Chronifizierung<\/strong> Die Entstehung einer chronischen Mund-Antrum-Fistel und ihre verz\u00f6gerte Spontanheilung werden durch die Epithelisierung des Fistelgangs sowie durch eine Osteitis der Defektr\u00e4nder beg\u00fcnstigt (verursacht durch odontogene Abszesse, Zysten, Neoplasien oder Fremdk\u00f6rper).<\/li>\n<\/ul>\n<h3 id=\"sanierung-der-kieferhoehle\" class=\"wp-block-heading\">Sanierung der Kieferh\u00f6hle<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sanierung der Kieferh\u00f6hle ist ein essenzieller Behandlungsschritt mit dem Ziel, das eitrige Exsudat, nekrotisches Gewebe und polyp\u00f6se Wucherungen vollst\u00e4ndig zu entfernen und somit den Entz\u00fcndungsprozess zu unterbinden. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es kommt funktionelle endoskopische Nasennebenh\u00f6hlenoperation (Functional Endoscopic Sinus Surgery, kurz FESS) \u00fcber die Nasenhaupth\u00f6hle unter optischer Kontrolle zum Einsatz. Das Ostium naturale wird erweitert (Antrostomie), wodurch ein direkter Zugang zum Entz\u00fcndungsherd geschaffen und die Sanierung der Sinus vorgeommen wird. Diese Methode erm\u00f6glicht es, eitrigen Inhalt, Fremdk\u00f6rper (Wurzelfragmente, F\u00fcllungsmaterial, Instrumententeile oder Implantate) sowie polyp\u00f6s ver\u00e4nderte Schleimhaut zu entfernen, ohne auf traumatische Schnitte im Mund zur\u00fcckgreifen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<div>\n<h2 class=\"faq-title h2-article\" id=\"faq\">FAQ<\/h2>\n<div class=\"faq-section\">\n<div class=\"faq-item faq-answer-hidden\">\n<div class=\"question-block\">\n<div class=\"faq-question\">\n<p class=\" text-black h5-title\">1. Was ist eine odontogene Sinusitis?<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"faq-answer text-main-text-color main-text-medium\">Es handelt sich um einen Entz\u00fcndungsprozess in der Kieferh\u00f6hle, der infolge des Eindringens einer Infektion von betroffenen Wurzeln der Oberkieferz\u00e4hne oder nach zahn\u00e4rztlichen Eingriffen entsteht. Die Erkrankung ist interdisziplin\u00e4rer Natur und erfordert einen komplexen Ansatz an der Schnittstelle zwischen Zahnmedizin und HNO-Heilkunde.<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"expand-button-wrapper\"><button class=\"text-accent expand-button\">+<\/button><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"faq-item faq-answer-hidden\">\n<div class=\"question-block\">\n<div class=\"faq-question\">\n<p class=\" text-black h5-title\">2. Wie unterscheidet man eine odontogene Sinusitis maxillaris von einer gew\u00f6hnlichen Sinusitis? <\/p>\n<\/div>\n<div class=\"faq-answer text-main-text-color main-text-medium\">Der Hauptunterschied liegt im einseitigen Befall und dem direkten Zusammenhang mit Zahnschmerzen oder k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrten Eingriffen an den Oberkieferz\u00e4hnen. Betroffene geben h\u00e4ufig spezifischen f\u00f6tiden Mund- oder Nasengeruch an und eine konventionelle Rhinitistherapie erweist sich als unwirksam. Zur Best\u00e4tigung der odontogenen Ursache kommt ein CT zum Einsatz.<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"expand-button-wrapper\"><button class=\"text-accent expand-button\">+<\/button><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"faq-item faq-answer-hidden\">\n<div class=\"question-block\">\n<div class=\"faq-question\">\n<p class=\" text-black h5-title\">3. Was ist der Unterschied zwischen einer akuten und einer chronischen odontogenen Sinusitis? <\/p>\n<\/div>\n<div class=\"faq-answer text-main-text-color main-text-medium\">Die akute odontogene Sinusitis ist durch ausgepr\u00e4gte Symptome wie Gesichtsschmerzen, starken eitrigen Ausfluss und Fieber gekennzeichnet. Der Zustand dauert bis zu vier Wochen an. Die chronische odontogene Sinusitis verl\u00e4uft indolent, mit Phasen der Verschlimmerung und Remission \u00fcber einen Zeitraum von mehr als 12 Wochen und ist von einer einseitigen Nasenverstopfung auf der betroffenen Seite begleitet.<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"expand-button-wrapper\"><button class=\"text-accent expand-button\">+<\/button><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"faq-item faq-answer-hidden\">\n<div class=\"question-block\">\n<div class=\"faq-question\">\n<p class=\" text-black h5-title\">4. Wie wird eine odontogene Sinusitis behandelt? <\/p>\n<\/div>\n<div class=\"faq-answer text-main-text-color main-text-medium\">Die Therapie umfasst zwingend die Beseitigung des prim\u00e4ren zahnmedizinischen Infektionsherdes, also eine endodontische Behandlung oder die Entfernung des erkrankten Zahns. Parallel dazu wird eine medikament\u00f6se Behandlung zur Bek\u00e4mpfung der bakteriellen Infektion eingeleitet. Zudem wird eine chirurgische Sanierung der Kieferh\u00f6hle sowie ggf. eine Plastik der Mund-Antrum-Fistel durchgef\u00fchrt.<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"expand-button-wrapper\"><button class=\"text-accent expand-button\">+<\/button><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"faq-item faq-answer-hidden\">\n<div class=\"question-block\">\n<div class=\"faq-question\">\n<p class=\" text-black h5-title\">5. Warum ist eine unbehandelte odontogene Sinusitis gef\u00e4hrlich? <\/p>\n<\/div>\n<div class=\"faq-answer text-main-text-color main-text-medium\">Eine fortschreitende eitrige Entz\u00fcndung kann sich \u00fcber die Grenzen der Kieferh\u00f6hle hinaus ausbreiten und zu schweren intrakraniellen oder orbitalen Komplikationen f\u00fchren. M\u00f6gliche Folgen sind Hirnabszess, Meningoenzephalitis, Orbitaphlegmone oder Osteomyelitis des Gesichtsch\u00e4dels, die eine direkte Lebensgefahr f\u00fcr die betroffene Person darstellen.<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"expand-button-wrapper\"><button class=\"text-accent expand-button\">+<\/button><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"faq-item faq-answer-hidden\">\n<div class=\"question-block\">\n<div class=\"faq-question\">\n<p class=\" text-black h5-title\">6. Gibt es einheitliche klinische Leitlinien f\u00fcr die Behandlung dieser Erkrankung? <\/p>\n<\/div>\n<div class=\"faq-answer text-main-text-color main-text-medium\">Aufgrund der vielf\u00e4ltigen \u00c4tiologie gibt es kein allgemeing\u00fcltiges, standardisiertes Behandlungsprotokoll. Das Therapieschema wird streng individuell in gemeinsamer Abstimmung zwischen der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, der Zahnmedizin und der HNO-Heilkunde auf der Grundlage des klinischen Bildes und der CT-Befunde festgelegt.<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"expand-button-wrapper\"><button class=\"text-accent expand-button\">+<\/button><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"sources-list-block sources-list-hidden\" id=\"quellenverweise\">\n<div class=\"sources-list-content\">\n<div class=\"sources-list-title\">\n<p class=\"small-text-bold text-black sources-list-title-text\">Quellenverweise<\/p>\n<div class=\"sources-expand-button-wrapper-mobile\">\n<div class=\"sources-expand-button\"><svg width=\"32\" height=\"32\" viewbox=\"0 0 32 32\" fill=\"none\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\"><path d=\"M8 12L16 20L24 12\" stroke=\"#8C9AAB\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><\/path><\/svg><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"sources-list-items\">\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">1.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>VOKA 3D Anatomie und Pathologie \u2013 Vollst\u00e4ndiger 3D-Atlas der normalen und pathologischen Anatomie) [Internet]. VOKA 3D Anatomie und Pathologie.<\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/catalog.voka.io\/<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">2.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Craig JR. Odontogenic sinusitis: A state\u2010of\u2010the\u2010art review. World Journal of Otorhinolaryngology \u2013 Head and Neck Surgery [Internet]. 2022 Mar 1;8(1):8\u201315.<\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/doi.org\/10.1002\/wjo2.9<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">3.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Saibene AM, Vassena C, Pipolo C, Trimboli M, De Vecchi E, Felisati G, Drago L. Odontogenic and rhinogenic chronic sinusitis: a modern microbiological comparison. International Forum of Allergy & Rhinology [Internet]. 2015 Sep 8;6(1):41\u201345. <\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/doi.org\/10.1002\/alr.21629<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">4.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Silva EJNL, Pinto KP, Versiani MA, Sassone LM. Dental Pathophysiology of Odontogenic sinusitis. Otolaryngologic Clinics of North America [Internet]. 1. August 2024;57(6):941\u2013955. <\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter:<br \/>\nhttps:\/\/doi.org\/10.1016\/j.otc.2024.06.007<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">5.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Sato K, Chitose SI, Sato K, Sato F, Ono T, Umeno H. Pathophysiology of current odontogenic maxillary sinusitis and endoscopic sinus surgery preceding dental treatment. Auris Nasus Larynx [Internet]. 3. August 2020;48(1):104\u2013109.<\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter:<br \/>\nhttps:\/\/doi.org\/10.1016\/j.anl.2020.07.021<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">6.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Pannkuk TF, Craig JR, Tu\u0161as P, Simuntis R. Management of endodontic disease for odontogenic sinusitis. Otolaryngologic Clinics of North America [Internet]. 30. August 2024;57(6):1119\u20131138.<\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter:<br \/>\nhttps:\/\/doi.org\/10.1016\/j.otc.2024.07.002<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">7.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Kwiatkowska MA, Guzek A, Jurkiewicz D, Patyk I, Pajda B, Rot P. Microbiological comparison of maxillary sinus rinses in Non-Odontogenic and odontogenic sinusitis of primarily endodontic origin. Journal of Clinical Medicine [Internet]. 9. Jul. 2025;14(14):4880.<\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter:<br \/>\nhttps:\/\/doi.org\/10.3390\/jcm14144880<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">8.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Turfe Z, Ahmad A, Peterson EI, Craig JR. Odontogenic sinusitis is a common cause of unilateral sinus disease with maxillary sinus opacification. International Forum of Allergy & Rhinology [Internet]. 2019 Sep 17;9(12):1515\u20131520.<\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/doi.org\/10.1002\/alr.22434<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">9.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Goyal VK, Ahmad A, Turfe Z, Peterson EI, Craig JR. Predicting odontogenic sinusitis in unilateral sinus disease: A Prospective, Multivariate analysis. American Journal of Rhinology and Allergy [Internet]. 9. Jul. 2020;35(2):164\u2013171. <\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/doi.org\/10.1177\/1945892420941702<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">10.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Yoo SH, Jung HJ, Park SK, Mo JH. Clinical and Radiological analysis of odontogenic sinusitis: a retrospective study. Journal of Clinical Medicine [Internet]. 19. April 2025;14(8):2821.<\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter:<br \/>\nhttps:\/\/doi.org\/10.3390\/jcm14082821<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">11.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Zhao Y, Huang S, Xu M, Wang Y, Zhang X, Wang K, Lin J. Characteristics and risk factors in odontogenic maxillary sinusitis from different dental infections: a retrospective study based on sinus CT imaging. BMC Oral Health [Internet]. 26. Feb. 2025; 25(1): 308.<\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter:<br \/>\nhttps:\/\/doi.org\/10.1186\/s12903-025-05690-3<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">12.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Lin J, Wang C, Wang X, Chen F, Zhang W, Sun H, et al. Expert consensus on odontogenic maxillary sinusitis multi-disciplinary treatment. International Journal of Oral Science [Internet]. 2024 Feb 1;16(1):11. <\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter:<br \/>\nhttps:\/\/doi.org\/10.1038\/s41368-024-00278-z<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">13.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Craig JR, Tataryn RW, Cha BY, Bhargava P, Pokorny A, Gray ST, et al. Diagnosing odontogenic sinusitis of endodontic origin: A multidisciplinary literature review. American Journal of Otolaryngology [Internet]. 2021 Jan 18;42(3):102925.<\/cite><\/p>\n<p><span class=\"small-text-medium text-grey\">Verf\u00fcgbar unter:<br \/>\nhttps:\/\/doi.org\/10.1016\/j.amjoto.2021.102925<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"source-item\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\">14.<\/p>\n<div class=\"source-item-content\">\n<p class=\"main-text-semibold text-black\"><cite>Topal O, Dayisoylu EH. 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